Erste-Hilfe-Tips
In einem Erste Hilfe Lehrgang
werden anhand beispielhafter
Situationen allgemeine Grundlagen,
die für die Erste-Hilfe-Leistung
Bedeutung haben, erarbeitet.
Was versteht man unter Erster
Hilfe?
Unter Erster Hilfe versteht man alle Hilfeleistungen, die
bei Notfällen bis zum Beginn der ärtzlichen/ rettungsdienstlichen
Behandlung zu leisten sind. Erste Hilfe soll aber nicht die ärtzliche
Hilfe ersetzen.
Erste Hilfe bedeutet u.a.
-
Lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen
-
Den Verletzten vor zusätzlichen Schädigungen und
Gefahren bewahren
-
Die Schmerzen durch sachgerechte Lagerung oder andere Hilfeleistung
lindern
-
Den Verletzten betreuen und trösten
-
Einen Notruf veranlassen
Lebensrettender Handgriff
Aufgaben des Ersthelfers:
Durch das Notfallgeschehen kommt es bei den Betroffenen und
Personen in der Umgebung häufig zu unüberlegtem Verhalten. Deshalb
ist es wichtig daß der Ersthelfer versucht, durch
-
Ruhe
-
sicheres Auftreten und umsichtiges Handeln
-
beruhigenden Zuspruch
auf die Betroffen und Umherstehenden einzuwirken, um damit
weitere Schäden zu verhindern. Er hilft auch, wenn er unbedachtes
und/oder falsches Eingreifen Dritter verhindert.
Um zielstrebig handeln zu können, muß ein Ersthelfer
beim "Auffinden einer Person" zunächst
erkennen was geschehen ist und überlegen, welche Gefahren drohen.
Über die Vielzahl der möglichen Maßnahmen
gibt das nächste Kapitel einen Überblick.
In jedem Falle NOTRUF nicht vergessen!!!!
|
stabile Seitenlage
| Herz-Lungen-Wiederbelebung
(HLW) |
I. Feststellen des Kreislaufstillstandes
Zuerst wird auf die vermutlich
bewusstlose Person zugegangen. Es erfolgt eine Ansprache. Falls keine
Reaktion erfolgt, spricht man den Patienten lauter an und rüttelt leicht an ihm.
Falls keine Reaktion erfolgt, kontrolliert man die Atmung.
Bei festgestelltem Atemstillstand wird zuerst der Mund- bzw. Rachenraum
inspiziert (eventuell lose Protesen entfernen), dann der Hals übersteckt,
damit eine eventuelle Spontanamtung ermöglicht wird. Erfolgt keine
eigene Atmung, muss der Puls kontrolliert werden. Hierfür wird
der Puls am Hals (Karotispuls), auf beiden Seiten mindestens 5 Sekunden
pro Seite, gefühlt. Niemals auf beiden Seiten gleichzeitig fühlen!
Ist kein Karotispuls tastbar,
muß der Verletzte reanimiert (wieder belebt) werden.
| Falls man als Ersthelfer
zu einer Atemspende gezwungen ist, kann man auch verschiedene Hilfsmittel
zurückgreifen. Erwähnt sei an dieser Stelle die Laerdal Pocket
MASK. Mit Hilfe dieser Beatmungshilfe wird das Risiko der Übertragung
von Krankheiten minimiert. So können auch skrupel gegenüber der
Atemspende überwunden werden. |
!!!
>
SPÄTESTENS JETZT SOLLTE EIN NOTRUF ERFOLGEN !!!
Laerdal Pocket Mask
Da das Gehirn nur ca. 3-4
Minuten ohne Sauerstoff auskommt, ist die sofortige Durchführung der
Herz-Lungen-Wiederbelebung immens wichtig. Wenn zu lange gewartet wird,
kommt jede weitere Hilfe zu spät.
II. Ziel der HLW
Das Ziel der Herz-Lungen-Wiederbelebung
ist das Aufrechterhalten eines minimalen Kreislaufes bis kommetente Hilfe
vor Ort ist (Rettungsdienst, Notarzt). Hierbei wird abwechselnd in einem
bestimmten Rhythmus der Patient beatmet und sein Herz zwischen Brustbein
und Wirbelsäule zusammengedrückt. Durch diese Kompression und
die Beatmung wird eine Sauerstoffversorgung des Gehirns und lebenswichtiger
Organe sichergestellt.
III. Voraussetzungen der
HLW
Der Patient muß auf
einem harten Untergrund gelagert werden, damit eine wirksame Herzkompression
möglich wird. Der Oberkörper muß freigemacht werden, damit
der Druckpunkt eindeutig bestimmt werden kann.
IV. Verlauf der Wiederbelebung
(1-Helfer-Methode)
Nachdem der Atem- und Kreislaufstillstand
festgestellt ist und der Patient zweimal beatmet worden ist, beginnt man
mit der Herzdruckmassage. Hierzu wwird der Druckpunkt aufgesucht.
Dies geschieht, indem man mit dem Zeige- und Mittelfinger der ersten Hand am Rippenbogen
entlang fährt, bis man zu der Stelle kommt, an der sich Rippen und Brustbein vereinigen.
Mit dem Mittelfinger lokalisiert man diese Stelle.
Der Zeigefinger wird in Richtung des Kopfes auf das Brustbein gelegt.
Direkt daneben (in Richtung Kopf) den Ballen der zweiten Hand auflegen;
der sollte sich nun in der Mitte der unteren Brustbeinhälfte befinden.
Den Handballen der ersten Hand auf den Rücken der zweiten setzen.
Die Finger beider Hände sollten nicht auf dem Brustbein aufliegen,
damit Rippenbrüche vermieden werden können.
Weicht man vom Druckpunkt seitlich ab, riskiert man Rippenbrüche bzw. Brustbeinbrüche.
Die Maßnahmen sind in diesen Fällen nicht wirksam und führen
nicht zu der Herstellung eines Kreislaufes.
Mit gestreckten Armen wird nun das Brustbein, durch eine Gewichstverlagerung
des Oberkörpers ca. 4-5 cm tief mit einer Frequenz von mind. 100/Min eingedrückt.
Dabei sollten Druck- und Entlastungsphase gleich lang sein.
Die Herzdruckmassage und
die Beatmung geschehen im Wechsel. Es wird abwechselnd 15 mal Herzmassage
und 2 mal Atemspenmde durchgeführt. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung
wird erst nach Anweisung durch Rettungsdienstpersonal beendet.
V. Herz-Lungen-Wiederbelebung
bei Säuglingen und Kleinkindern
Bei Kindern und Säuglingen
ist die Herz-Lungen-Wiederbelebung dem altersbedingten Atemrhythmus, dem
Atemvolumen und der entsprechenden Herzfrequenz anzupassen.
Bei Kindern wird die Druckmassage
nur mit einer Hand, bei Säuglingen mit zwei Fingern durchgeführt.
-
Bewußtsein und Atmung
prüfen (den Hals bei Säuglingen nur gering überstrecken)
-
Pulskontrolle am Hals (Bei Säuglingen
an der Innenseite des Oberarmes kontrollieren)
-
2-4 mal beatmen
-
Druckpunkt aufsuchen Der Druckpunkt
befindet sich bei Schulkindern wie bei Erwachsenen zwei Finger breit oberhalb
des Rippenbogenendes.
Bei Säuglingen befindet sich der Druckpunkt einen
Finger breit unterhalb einer gedachten Linie von Brustwarze zu Brustwarze
(Mamillarlinie).
-
Durchführung der Herzdruckmassage
Das Verhältnis, Beatmung
- Druckmassage beträgt: 3:15
Säugling: Frequenz 100-120
/ Minute, Druckmassage mit zwei Fingern
Es ist unbedingt wichtig,
daß so schnell wie möglich mit der Reanimation bekonnen wird,
da die Säuglinge es nicht so lange wie Erwachsene ohne Sauerstoff
aushalten.
Kleinkind: Frequenz 100 -
120 / Minute, Druckmassage mit einem Handballen
Bei Kleinkindern und Säuglingen
beträgt
das Verhältnis, Beatmung - Druckmassage 1 : 5.
Wichtig:
Damit
Sie immer in der Lage sind, eine Reanimation durchzuführen, sollten
Sie regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen.
INFO: DRK- Ortsverein Elzach e.V.
I. Volumenmangelschock
| Der Volumenmangelschock
ist eine Herz-Kreislauf-Störung und bezieht sich auf ein Mißverhältnis
zwischen erforderlicher und tatsächlicher Blutversorgung und daraus
resultierendem Sauerstoffmangel. Ursachen dafür können sein:
Verminderung der kreisenden Blutmende durch Blutungen nach außen
oder innen und Flüssigkeitsverlust z.B. bei Erkrankung. Bei bedrohlich
werdendem Blutverlust hilft sich der Organismus selbst. Wenige wichtige
Körperteile wie Haut, Arme und Beine werden zugunsten lebenswichtiger
Organe, wie z.B. Herz, Gehirn minder durchblutet. Man nennt diesen Vorgang
"Zentralisation".
Erkennen:
-
Schneller und schwächer
werdender, schließlich kaum noch tastbarer Puls
-
Fahle Blässe
-
Kalte Haut
-
Frieren
-
Schweiß auf der Stirn
-
Teilnahmlosigkeit
Diese Zeichen treten nicht immer
alle und nicht immer gleichzeitig auf. Das Bewußtsein ist zunächst
meist erhalten. Es kann sich der Zustand des Patienten sehr schnell (innerhalb
von Minuten) verändern.
Es ist immer notwendig
den Rettungsdienst zu alamieren!
Gefahr:
Wird der Schock nicht beseitigt,
kann unter Umständen der Tod durch Sauerstoffmangel eintreten.
Maßnahmen:
-
Ständige Betreuung (und
wenn es nur "Händchen halten" ist!)
-
Ggf. Blutstillung (Wundversorgung)
-
Patienten auf eine Decke legen
und der Jahreszeit entsprechend zudecken, um weiteren Wärmeverlust
zu vermeiden. Aber Vorsicht! Nicht überwärmen.
-
Schocklage herstellen = Flachlagerung
des Oberkörpers mit schräg hochgelagerten Beinen. Hierzu einen
geeigneten Gegenstand unter die Beine schieben. Dabei Druck bzw. Schmerzen
vermeiden.
Nicht anwenden bei: Knochenbrüchen
im Bereich der Beine, des Beckens oder der Wirbelsäule, Schädelverletzungen,
Atemnot und plötzlichen Schmerzen im Bauchraum. Desweiteren nicht
bei kardiogenem Schock anwenden!
Durchführung: Beine
ca. 30° anheben und geeignete Gegenstände unterlegen, bzw. Trage
in Kopf-tief-Lage bringen (Winkel abhängig von Schockzustand und Dyspnoe
des Pat.). Bei der Trage ist dann auch eine Schocklage in stabiler Seitenlage
möglich.
-
Für Ruhe sorgen
-
Wiederholte Kontrolle von Bewußtsein,
Atmung und Puls
-
NOTRUF
Merke:
Die Schocklage darf nur
bei vorhandenem Bewußtsein durchgeführt werden. Sofort wenn
der Patient bewußtlos wird, ist eine Stabile seitenlage erforderlich!
II. Kardiogener Schock
Ursachen:
Störungen der Herztätigkeit
durch:
-
Kammerflimmern
-
Herzinfarkt
-
Agina Pectoris
Erkennen:
-
Angst, Atemnot, Schmerzen im
Brustraum (können auch ausstrahlen)
-
Kaltschweissig
-
Herzinfarkt Symtome
-
und eine Sichtliche Stauung
der Halsvenen
Maßnahmen:
-
Patienten beruhigen
-
Jede weitere Aufregung des Patienten
vermeiden.
-
Notruf
-
enge Kleidung öffnen
-
Oberkörper erhöht
lagern
-
Sauerstoff= 4-5 Liter über
eine Brille
-
ggf. Herzdruckmassage
-
ggf. Beatmung über Beutel
Hinweis:
Der Patient mit einem kardiogenen
Schock darf NICHT in der Schocklage gelagert werden!
|
I. Grundsätzliches zu Wunden
Die verletzte Person soll je nach Zustand sitzen oder
liegen. Wenn er steht, besteht die Gefahr, daß er aufgrund des Blutverlustes
oder anderen Verletzungen umfällt (Ohnmächtig wird). Dies kann
bei einigen Menschen schon durch das Sehen ihrer eigenen Wunde geschehen.
Sie sollten vor dem Patienten stehen oder knien, so dass er Sie gut
sehen kann und umgekehrt. So können Sie immer schnell feststellen, ob es
immer schlechter oder besser geht. Sie stehen oder knieen so vor dem Verletzten,
daß Sie ihn ständig beobachten können. Auch bei geringfügigen
Wunden sollte man dem Verletzten die Möglichkeit geben sich zu setzen,
da es zu einer unerwarteten Mangeldurchblutung des Gehirns kommen kann,
durch die der Betroffene hinstürzt. Bei diesem Sturz besteht die Gefahr
zusätzlicher Verletzungen.
Jede Wunde wird wegen der zusätzlichen Infektionsgefahr
so, wie sie vorgefunden wid, keimfrei bedeckt. Blutkontakt sollte wegen
der bestehenden Infektionsgefahr vermieden werden. Zum Schutz vor einer
möglichen Infektion sollte ein Ersthelfer bei der Versorgung blutender
Wunden grundsätzlich Einmalhandschuhe tragen, die z.B. in den Verbandkästen,
DIN 13164 sowie DIN 13157 zu diesem Zweck enthalten sind.
| II. Druckverband mit Verbandpäckchen
Blutstillung durch Druck auf die verletzten Gefäße im Bereich der Wunde.
III. Verbote bei Wunden
Bei der Wundversorgung ist grundsätzlich verboten:
-
Wunden berühren
-
Wunden auswaschen
-
Anwendung von Puder, Salben, Sprays, Desinfektionsmitteln
-
Fremdkörper entfernen
Zu den genannten grundsätzlichen Verboten gibt es jedoch
auch Ausnahmen:
-
So soll bei Verbrennungen eine Kühlung mit Wasser erfolgen.
-
Bei Verätzungen wird soweit möglich eine Spülung
mit Wasser vorgenommen.
Jede Wunde muß schnellstmöglich von einem Arzt
beurteilt und endgültig versorgt werden. Alle anderen Maßnahmen,
welche Sie durchführen, geschehen auf eigene Verantwortung. |
Das Abnehmen des Helmes wird nur bei Bewußlosigkeit
oder mit dem Einverständmis des Betroffenen durchgeführt.
Die Helmabnahme sollte möglichst von zwei Helfern durchgeführt werden.
Bei Bewusstlosigkeit ist das Abnehmen des Helmes immer notwendig, da nur danach eine sachgerechte Lagerung (bei vorhandener Atmung: Stabile Seitenlage mit überstrecktem Hals) bzw. eine Atemspende durchgeführt werden kann.
Helmabnahme (2 Helfer Methode)
In einem Erste-Hilfe Lehrgang erlernen Sie das hier gezeigte Verfahren.
Dieses Verfahren soll verhindern, dass bei Vorliegen einer Halswirbelverletzung versehentlich eine Verschlimmerung eintritt.
Der Anteil der Halswirbelverletzungen bei Motorradunfällen ist sehr gering.
| Weitere Themen die in einem Erste-Hilfe Lehrgang behandelt werden.
|
- Absichern der Unfallstelle
- Rettung aus dem Gefahrenbereich
- Notruf
- Verbände
- Knochenbrüche
- Verbrennungen
- Hitzeschäden
- Krampfanfälle
- Amputationsverletzungen
- Verätzungen
- Vergiftungen
- Kälteschäden
- Und anderes mehr !!
Können Sie bei einem Notfall im Haushalt schnell u. richtig helfen?
- Stromunfälle
- Vergiftungen
- Verbrennungen
Können Sie bei einem Verkehrsunfall Erste Hilfe leisten?
Können Sie bei Freizeit - u. Sportunfällen richtig helfen?
- Stauchungen u. Prellungen
- Schürfwunden
- Knochenbrüchen
Können Sie bei einer Notfall – Erkrankung helfen?
- Kreislaufstörungen
- Herzinfarkt
- Atemnot
- Herz – Kreislauf – Stillstand
Hand auf's Herz - Können Sie Helfen!!
Wichtig
Damit Sie immer in der Lage sind, in einem Notfall richtig zu helfen, sollten Sie regelmmäßig einen einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen um die Erste Hilfe zu erlernen bzw. wieder aufzufrischen.
INFO: DRK- Ortsverein Elzach e.V.
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